Kurzurlaub in die Vergangenheit

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Björn bloggt über einen Kurzurlaub im CenterParcs Bispingerheide

Wir kommen aus Magdeburg und da gibt es zu den Halbjahreszeugnissen immer eine Woche Winterferien. Dieses Jahr haben wir zusammen mit einer Freundin und ihrem Sohn den CenterParcs Bispingerheide
für fünf Tage gebucht. Dieser liegt bei Bispingen mitten in der schönen Lüneburger Heide in Niedersachsen. Ich war in den 90er und 2000er Jahre in fast allen damaligen Parks in den Niederlanden, Belgien und in Bispingen. In letzterem und aufgrund der Nähe sogar dreimal. Zum Teil nur zu zweit, mal mit Freunden und auch mit der Familie. Legendär zwei mal sogar mit Oma, Tante, Neffen und Co. Und einmal sogar mit zwei Katzen. Es war in meiner Erinnerung immer klasse. Der autofreie Park, die vielen Sportangebote und das tropische Schwimmbad mit den Wildwasserrutschen waren gerade in der durchwachsenen Jahreszeit eine schöne Urlaubsalternative. Okay, da waren auch immer Mengen an Familien mit Kindern, aber das passte immer ganz gut.

Wie es diesmal war, im 21. Jahrhundert

Entsprechend groß war meine Vorfreude auf unsere kurze Woche. Meine Familie ist montags gestartet und ich bin mittwochs nachgefahren, weil ich noch ein paar berufliche Termine hatte. Mein erster Eindruck nach der Ankunft war dann leider etwas traurig. Der Park wurde 1995 eröffnet und ganz ehrlich, das sieht man an vielen Ecken und insbesondere an den typischen Bungalows, die durchaus mal wieder einen ordentlichen Anstrich und auch innen etwas zeitgemäße Auffrischung gebrauchen könnten.

Nennt mich jetzt nicht überkritisch, aber die Gebrauchsspuren sind halt nach fast 24 Jahre schon recht deutlich, auch wenn alles sauber ist. Da wir für fünf Tage (vier Nächte) zu sechst und inkl. Hund rund 750 Euro bezahlt haben, hatten wir durchaus ein paar Erwartungen. Leider wurden diese nicht alle erfüllt.

Die Dinge kosten halt extra im CenterParcs

Die CenterParcs sind bekannt dafür, dass sie Mengen an verschiedenen Angeboten für die Gäste bereithalten. Was früher noch im Preis enthalten war, muss heute vor Ort extra bezahlt werden. Das sorgt zwar einerseits dafür, dass die Angebote nicht überlaufen sind, weil sie jede/r ausprobieren will, aber das war auch früher nicht so.

Heute braucht man vor allem mit zwei Teenagern schon eine Extraportion Reisekasse, um das Laserbattle oder die Nine Bots (so eine Art Segway) zu bezahlen. Das hat den Jungs eine Menge Spaß gemacht und wir haben einfach einen Restaurantbesuch gekürzt, das hat uns alle zufriedener gemacht.

Baden unter Palmen

Einer der Höhepunkte – wenn nicht sogar der Höhepunkt – war stets der AquaDome, eine gläserne Kuppel unter der sich das Erlebnisbad mit Rutschen, Unmengen an Palmen und der Wildwasserrutsche befindet. Was haben wir damals nicht gern gebadet und sind wie die Wilden gerutscht.

Auch heute macht das Bad viel Freude, auch wenn die Sinne von modernen Spaßbädern und Mengen ausgelügelter Rutschen schon stark abgestumpft sind. Die Wildwasserrutschen sind nach wie vor das USP eines jeden CenterParcs.

Aber ein Bitte an die Parkleitung haben wir: uns war der Chlorgehalt zu stark. Hustenanfälle beim Baden und nach drei Tagen ein noch immer vermindertes Hörvermögen beim Junior deuten auf Probleme mit der Wasserqualität hin. Vielleicht wäre es besser, den Gästeanstürmen mit festen Nutzungszeiten/-dauer oder anderem besser gerecht zu werden?!

Fazit CenterParcs

  • Als Familienziel zwischen den großen Urlauben bieten sich gerade die kurzen Aufenthaltsangebote prima an
  • Die Parkanlage ist autofrei ein entspannter Ort und lässt sich prima zu Fuß erkunden
  • Insbesondere die Wasserbungalows sehen toll aus und sind bestimmt ein Höhepunkt
  • Familien mit kleineren Kindern werden entspannter sein, da sie viele Angebote finden. Für Teenager sind diese geringer bzw. teurer
  • Und wenn doch mal der Lagerkoller kommt? Dann bietet die Umgebung eine Menge. Kartbahn, SnowDome, HeidePark oder DesignerOutlets sowie natürlich die Heide selber.

Unser ganz persönliches Fazit

Die kurze Woche war für alle schön und wenn der Park eine umfangreiche “Auffrischung” erfahren hat (es hörte sich vor Ort so an, als ob da etwas in Planung sein könnte), würden wir uns einen Kurzurlaub wieder überlegen.

Und Paulis Fazit

Mehr Bereiche, wo der erzogene Mops auch mal ohne Leine
(legal) laufen darf .

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