#Bretagne

Pauli bloggt über die Bretagne.

Der Alltag hat uns schon lange wieder und so wurde es auch langsam mal Zeit, dass ich Euch nach der Woche in der Normandie nun endlich mal an meinen Erlebnissen in der Bretagne teilhaben lasse. In Gedanken rase ich jedenfalls immer noch über den Strand von St. Malo und spüre den festen Sand unter meinen Pfoten (hach).

Nach all‘ den spannenden und geschichtsträchtigen Orten in der ersten Woche haben meine Familie und ich richtig Lust auf Strand und Sonne. Und genau so empfängt uns unser neuer Urlaubsort Cancale.

Gleich am Ortseingang und direkt gegenüber dem Fischerboot geht es zu unserem neuen Domizil ab: LA Chapelle. Zum Glück erwartet uns jetzt aber keine kleine Kirche oder Kapelle sondern ein zauberhaftes, bestimmt schon uraltes Anwesen mit einem riesigen Grundstück und vielen Blumen.

Auch innen ein Träumchen für Mensch und Mops, aber wir wollen ja hier keine Besprechung für „Schöner Wohnen“ machen. Also haben meine Menschen schnell ausgepackt und ich habe in der Zwischenzeit schon mal (m)ein Schaaf erlegt. Ein bisschen Bewegung braucht der moderne Mops schließlich nach einer langen Autofahrt. Und das ich sogar als Ablage für einen Kindle tauge, könnt ihr auch bewundern.

Nach dem ganzen Auspacken haben wir alle erstmal durchgeatmet und uns einen Überblick verschafft. Unser Vermieter Jean-Piere ist ein herzlicher Typ und hat uns das ganze Anwesen gezeigt. Viiieeeel Garten für mich zum Rennen und für meinen Menschen zum Ausruhen, eine Boule-Bahn und, im Ernst, eine Mini-Golf-Anlage. Für Familien ist das hier der Hit und sicherlich noch ein echter Geheimtipp. Als wir dann so vom Rundgang wiederkommen fällt uns erst auf, was für eine Aussicht wir mitgebucht haben. Aber seht selber:

Gut, ein bisschen haben wir geschummelt und das Weizenfeld nicht mit fotografiert. Aber das sind nur 100 Meter und der Blick ist deswegen nicht weniger schön.

Jetzt wird es aber Zeit, unseren Ort Cancale zu erkunden. Direkt auf dem 5 minütigen (Auto-)Weg genießen wir schon mal eine erste, grandiose Aussicht auf den Hafen.

Vor Ort angekommen müssen meine Menschen gleich mal eine der hiesigen Delikatessen probieren. Man nennt sie Austern. So was glitschiges in einer dicken Schale, Wenn ihr mich fragt, ist das nix zu essen aber es scheint ihnen geschmeckt zu haben und sie waren bei den Preisen ganz aus dem Häuschen.

Am nächsten Tag haben wir noch mal einen Flashback in Richtung Normandie gehabt. Natürlich war es keine Frage, dass wir dem Mont St. Michel einen Besuch abstatten. Das UNESCO-Weltkulturerbe, das wir liebevoll nur noch Michel-Mont genannt haben, ist beeindruckend und fordernd zugleich. Aber eins nach dem anderen. Wir sind früh morgens gestartet, weil wir uns schon dachten, dass es da jeden Tag brechend voll sein dürfte. Unser Tag hatte lauschige 26°C, was den Mensch freut und dem Mops noch keine Probleme macht. Vor Ort reihten wir uns mit den anderen Tausenden beim Parken ein und konnten den Berg in der Bucht auch schon wunderbar sehen. Der Wermutstropfen folgte allerdings umgehend, denn die „kostenlosen“ Shuttlebusse (sind im Parkticket für 11€ enthalten) nehmen keine Hunde mit. Na dann laufen wir die rund 3,2 km halt.

Der Weg ist gut ausgebaut, bietet aber leider kaum Schatten. Dafür wehte eine angenehme Briese, die es uns erträglich machte. Wasser hatten wir dabei (Menschen trinken dauernd, was ich nicht verstehen kann) und kurz vor dem Ziel hielten wir noch mal und stimmten uns auf das bevorstehende Erlebnisse mit den Augen ein. Es ist schon bewundernswert, was unsere Vorfahren mit einfachen Mitteln für grossartige Bauwerke geschaffen haben. Reden wir jetzt lieber nicht über die heutigen Amateure im Bau (BER & Co.). Aber schaut selber:

Der letzte Teil des Wegs ist eine Brücke, damit die Bucht nicht weiter versandet. Während unseres Besuchs schien es aber durchgehend Ebbe gehabt zu haben, wir konnten jedenfalls kein Wasser sehen.

Nach den ersten Torbögen sind wir dann drin, im schneckenförmigen Weg zur Spitze des Michel-Monts. Die Gassen sind dabei herrlich  mit alten Fachwerkhäusern, die eng aneinander lehnen. Alles wirkt ein bisschen wie bei Harry Potter in der Winkelgasse und manches auch wie in Wolfenbüttel ;-).

Während ein Teil meiner Familie die grossartigen Bauwerke erkundet hat, saß ich mit Herrchen auf einer kühlen Steintreppe im Schatten und wir ruhten uns ein wenig aus. Immerhin sollten mich meine Pfoten auch wieder bis zum Auto zurück tragen.

Am liebsten hätten wir am Strand gelegen, aber das haben wir dann später nachgeholt.

Nach dem Michel-Mont sind wir jetzt aber wirklich nur noch in der Bretagne geblieben. Neben vielen kleinen Buchten und niedlichen Stränden, an denen wir immer viel Platz hatten und entspannt relaxen konnten, haben wir aber noch einen weiteren, wirklichen tollen Ausflug gemacht. Wir waren in St. Malo und wie ich schon am Anfang schwärmte, hat es mir der Strand wirklich angetan. Wir sind auch durch den niedlichen Ort gelaufen, aber nein, ich finde den Strand gut und kann mich an den Bildern immer noch nicht satt sehen. Da würde ich jetzt gerne wieder flitzen. Und der wunderbare Gassi-Wald vor der Mauer dürfte für jeden Rüden ein Traum sein.

 

Mit diesen tollen Bildern endet auch schon schon wieder die Woche in der Bretagne. Auf dem Heimweg haben wir dann noch einen Freund in Homburg im Saarland besucht und ich durfte sogar mit in einen stillgelegten Stollen. Nur Helme für Möpse hatten die nicht.

Wir waren sogar noch an der Saarschleife:

Danach ging noch weiter nach Erfurt mit einem Abstecher nach Weimar, wo man endlich mal das richtige Sitzmöbel für mich aufgebaut hatte:

Das es dort in strömen gegossen hatte und ich Dussel meine Regenjacke nicht mit hatte, ärgert mich allerdings noch heute. Aber das wäre eine andere Geschichte, die diesmal unerzählt bleibt.

Das wars erstmal mit dem Sommerurlaub 2017 aber in Kürze kommt noch ein Trip über das Wochenende nach Fehmarn, also stay tuned oder wie das heißt und bis bald,

Eure Pauli (Strandmops)

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